Kohlefaserverbundwerkstoffe werden durch die Kombination zweier oder mehrerer verschiedener Materialien, wie Fasern und Harze, hergestellt, um ein Produkt mit besonderen strukturellen Eigenschaften zu schaffen.
1. Klebstoffe
Ein duroplastisches Harz (wie Epoxid, Phenol oder BMI) in Film- oder Pastenform, das unter Hitze und Druck aushärtet und so verschiedene Verbundwerkstoffe, Metalle und Wabenoberflächen verbindet.
2. Aromatisches Polyamid
Eine hochfeste, hochsteife Faser aus Polyamid. Kevlar™ und Nomex™ sind beides Aramide (aromatische Polyamide).

3. Nomex™ Eine eingetragene Marke von DuPont, einschließlich hochtemperaturbeständigem Aramidpapier, laminiertem Karton, Stapelfasern und Filamentgarnen. Nomex™ Aramidpapier wird bei der Herstellung von Waben verwendet.
4. Kevlar™ Eine Aramidfaser von DuPont. Woven Kevlar™ wird in ballistischen und Verbundanwendungen eingesetzt.
5. Glasfaser Durch Strecken von geschmolzenem Glas hergestellte Filamente. Von Hexcel zu Geweben verwebt, oft als Verstärkung in Verbundwerkstoffen verwendet.
6. PAN (Polyacrylnitril) Ein hochmolekulares Polymer, das zu Fasern gesponnen und als Vorläufermaterial bei der Herstellung bestimmter Kohlenstofffasern verwendet wird.
7. Vorläufer PAN (Polyacrylnitril) Viskose- oder Pechfasern, aus denen Kohlenstoff- oder Graphitfasern hergestellt werden.
8. Kohlenstofffasern Kohlenstofffasern werden durch Karbonisierung von Vorläuferfasern auf einer PAN- (Polyacrylnitril), Viskose- oder Pechmatrix hergestellt. Dieser Begriff wird oft synonym mit Graphitfasern verwendet. Kohlenstofffasern und Graphitfasern werden jedoch bei unterschiedlichen Temperaturen hergestellt und wärmebehandelt und weisen unterschiedliche Kohlenstoffgehalte auf.

9. Verbundwerkstoffe Die Kombination zweier oder mehrerer verschiedener Materialien, wie Fasern und Harze, um ein Produkt mit besonderen strukturellen Eigenschaften zu schaffen, die in den Rohstoffen nicht vorhanden sind.
10. Verstärkung Ein hochfester Werkstoff, der mit einer Harzmatrix zu einem Verbundwerkstoff verbunden wird. Verstärkungen bestehen in der Regel aus Endlosfasern, die verwebt werden können. Typische Verstärkungen sind Glasfasern, Aramid- und Kohlenstofffasern.
11. Verstärkungsgewebe Gewebte Glasfasern, Kohlenstofffasern oder Aramidgewebe, die bei der Prepreg- und Wabenherstellung verwendet werden.
12. Harzmatrix In verstärkten Faserverbundwerkstoffen eine formulierte Polymermatrix.
13. Prepreg (vorimprägniert) Verbundwerkstoffe aus Hochleistungs-Verstärkungsfasern oder -geweben kombiniert mit einer duroplastischen oder thermoplastischen Harzmatrix. Durch die Aushärtung unter hoher Temperatur und hohem Druck werden besondere strukturelle Eigenschaften erreicht.
14. Wabe Eine einzigartige, leichte Gitterstruktur aus Blech oder nichtmetallischen Materialien (wie harzimprägniertem Papier oder Gewebe), die zu sechseckigen, ineinander verschachtelten Zellen geformt ist, die in ihrem Aussehen dem Querschnitt einer Bienenwabe ähneln.
15. Elastizitätsmodul Ein physikalisches Maß für die Steifigkeit eines Materials. Ein hoher Elastizitätsmodul bedeutet, dass sich das Material nicht leicht verbiegt.
16. Filamentwicklung Ein Verfahren zur Herstellung von Verbundteilen wie Raketenhüllen und -zylindern. Faserfilamente werden in eine Harzmatrix imprägniert und anschließend in einem vorgegebenen Muster um das gewünschte Teil gewickelt.
17. Sandwichplatten Eine steife, leichte Platte, die aus dünnen Platten aus beispielsweise Aluminium oder ausgehärtetem Prepreg besteht, die auf ein starres Kernmaterial mit geringer Dichte (wie etwa Schaum oder Wabenstruktur) laminiert und damit verbunden sind.
18. Strukturen Fertige Komponenten für Flugzeuge und Industrieanwendungen. Bei Flugzeugen können sie primäre oder sekundäre Außenstrukturen sein. Bei LKWs kommen sie beispielsweise als Fahrgestellverkleidungen und Böden zum Einsatz.
19. Primärstruktur Eine wichtige tragende Struktur eines Flugzeugs. Wenn diese Struktur schwer beschädigt ist, kann das Flugzeug nicht fliegen.
20. Entwickelt Kerne: Bei der Herstellung von Verbundteilen und -strukturen werden Wabenplatten oder -blöcke erzeugt, geformt, bearbeitet oder zu profilierten und komplexen Formen als Halbzeuge verklebt.
21. Technische Produkte Fertige Verbundbauteile, typischerweise aus Prepreg, Wabenstruktur, Klebstoffen und zusammengesetzten Komponenten. Diese Komponenten können direkt an einer Struktur (z. B. einem Flugzeug) oder an Unterbaugruppen befestigt werden. Neue Fertigungsverfahren ermöglichen die direkte Herstellung technischer Produkte aus Verstärkungsfasern/-geweben und Matrixharzen.
22. Verkleidung Die äußere Schutzhülle eines Strahltriebwerks, traditionell aus Metall gefertigt. Verkleidungen bieten in erster Linie grundlegenden Schutz und eine Stützstruktur für das Triebwerk.
23. Verkleidungen Sekundärstruktur eines Flugzeugs, die für verbesserte aerodynamische Eigenschaften sorgt. Verkleidungen befinden sich typischerweise dort, wo die Tragfläche mit dem Rumpf verbunden ist, oder an verschiedenen Stellen an der Vorder- und Hinterkante der Tragfläche.
24. Aufnahmen Luftansaugkanäle oder -kanäle, die die Luft eingrenzen und leiten. Sie befinden sich normalerweise an der Verkleidung am Einlassende eines Flugzeugtriebwerks und dienen dem Antrieb und der Motorkühlung.
25. Innenstrukturen Fertige Komponenten der Flugzeuginnenausstattung, wie Gepäckfächer, Toiletten, Seitenwände, Böden und Decken.
26. Gondeln Schutzhüllen für Düsentriebwerke innerhalb der Verkleidung, meist aus Wabenmaterial. Sorgt für Schallabsorption, Isolierung, strukturelle Unterstützung und kann zur Wärmeableitung beitragen.
27. Radome Das Gehäuse, das das Radarsystem eines Flugzeugs vor Witterungseinflüssen schützt und gleichzeitig die Übertragung von Radarsignalen ermöglicht. Normalerweise befindet sich die Radarkuppel an der Vorderseite des Flugzeugs, kann aber auch an anderen Stellen angebracht sein.