Para-Aramidfasern sind fünfmal härter als Stahl, leicht und schlagfest und werden häufig in Autoreifen oder kugelsicheren Granaten verwendet.
Para-Aramidfasern sind fünfmal härter als Stahl, leicht und schlagfest und werden häufig für Reifen oder kugelsichere Autopanzerungen verwendet. Aramidfasern haben Zugfestigkeitstests bestanden und viele Bereiche, darunter die Automobilindustrie, revolutioniert. Seit seiner Einführung hat sich Para-Aramid aufgrund seines geringen Gewichts, seiner einfachen Handhabung und seiner fünfmal höheren Festigkeit als Stahl zu einem beliebten Panzerungsmaterial entwickelt. Para-Aramid selbst hält Kräften stand, die Aluminium- oder Stahlplatten beschädigen würden, und ist daher widerstandsfähiger gegen Risse und Kratzer. Darüber hinaus hält Aramid hohen und niedrigen Temperaturen von 450 Grad Celsius bis -196 Grad Celsius stand.
1971 begann die Automobilindustrie mit der Verwendung von Aramidfasern als Verstärkungsmaterial für Autoreifen, insbesondere in der Formel 1, um die Anzahl der Reifenplatzer zu reduzieren. Darüber hinaus können Formel-1-Fahrzeuge bei Hochgeschwindigkeitskollisionen Feuer fangen, hauptsächlich aufgrund von Reifenpannen im Kraftstofftank. Daher wird Aramid weiterhin verwendet, um Kraftstofftanks zu verstärken, Reifenpannen zu vermeiden und in engen Räumen flexibel zu bleiben.
Der Erfolg von Aramid in F1-Rennreifen hat viele namhafte Reifenhersteller wie Continental, Bridgestone, Michelin und Pirelli dazu veranlasst, in ihren Produkten Aramid anstelle von Stahl zu verwenden. Dabei kommt ein Verfahren zum Einsatz, bei dem die Laufflächenfarbe aus mehreren abwechselnden Schichten besteht. Dies reduziert das Gewicht, erhöht die Haltbarkeit, hält der Hitze beim Reiben auf der Straße stand und verhindert Reifenpannen durch scharfe Gegenstände. Darüber hinaus werden bei Sport- und Rennwagen Aramidfasern zur Herstellung von Schläuchen verwendet, die das Kühlersystem mit dem Motor verbinden. Aramidschläuche sind wesentlich robuster als herkömmliche Schläuche. Neben ihrer langen Lebensdauer und chemischen Beständigkeit halten sie auch Temperaturschwankungen während des Einsatzes gut stand.

Gleichzeitig werden Aramidfasern in einigen aktuellen Modellen auch in Bremsbelägen und Kupplungen verwendet, da diese Teile im Betrieb großer Reibung und hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Beispielsweise übersteigt die Temperatur beim Bremsen unter normalen Umständen nicht 200 Grad Celsius, kann auf der Strecke aber bis zu 1000 Grad Celsius erreichen. Bremsbeläge bestehen üblicherweise aus Keramik und Metall, Kupplungen aus Gummi. Nach einer gewissen Nutzungsdauer verkürzt die Reibung die Lebensdauer der Teile erheblich. Daher können Aramidfasern als lebensrettendes Material eingesetzt werden, da sie Bremsen und Kupplungen eine längere Lebensdauer, höhere Temperaturbeständigkeit sowie Sicherheit, Laufruhe und Stabilität verleihen.
Para-Aramid wird auch zur Herstellung kugelsicherer Gehäuse für leichte Militärfahrzeuge und Luxusautos verwendet, da Aramid Angriffen durch Waffen wie Gewehre standhalten kann und so dazu beiträgt, Fahrer und Passagiere vor verschiedenen Angriffsformen zu schützen.
Aramidfasern sind hervorragend, weisen jedoch einige Nachteile auf, die ihre Wirksamkeit einschränken. Erstens hält Aramid hohen Druckbelastungen nicht stand und muss daher zur Erhöhung der Steifigkeit mit Kohlefasern oder anderen Metallen kombiniert werden. Aramid ist zudem schwer zu schneiden und muss mit einer Spezialschere (wie der deutschen Robuso-Aramidschere) geschnitten werden. Das Material ist hygroskopisch, nimmt bis zu 8 Gewichtsprozent Wasser auf und reagiert empfindlich auf UV-Strahlung, die zu Verfärbungen und Leistungseinbußen führt.
